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Osning-Sandstein

Hier befinden wir uns in einem aufgegebenen Steinbruch auf der Nordseite des Tönsberges dicht unterhalb des Kammweges. Im Verlauf mehrerer Generationen ist hier der Osningsandstein gebrochen worden. Mit ein wenig Glück kann man hier noch Reste von Muschelabdrucken finden.

Wie kamen die Muscheln in diese Höhenlage?

Im Erdzeitalter der Unterkreide befand sich in unserer Region ein von Süden vorstoßender Meeresarm, der mit mächtigen Sandmassen gefüllt wurde. Muscheln wurden in den Sandmassen eingeschlossen. Mit einem Bindemittel sowie Druck und Hitze haben sich die  Quarzsandkörner zu Sandstein verfestigt. Je nach Beimengung variieren die Farben von bräunlich bis schwarz aber auch grünlich. Die bräunliche Farbe erhält das Gestein durch Oxydation der im Sandstein vorhandenen Eisenteile zu Brauneisen.

Mit der Bildung des Teutoburger Waldes vor ca. 65 Millionen Jahren wurden diese 250 – 300 m starken Sandsteinschichten senkrecht aufgefaltet. Dieses ist an den steilen Seitenwänden des Steinbruches gut zu beobachten.

In den großen Steinbrüchen am Nordhang des Tönsberges wurde ein quarzreicher und porenarmer Sandstein, ein sehr festes Baumaterial, gebrochen. Dieser Sandstein hat eine bräunliche bis gelbliche Farbe und kam als Osning-Sandstein in den Handel. In Oerlinghausen findet sich dieser Sandstein noch an vielen Gebäuden als Bruchstein oder als veredelter Bruchstein (Werkstein). Der Osning-Sandstein wurde u.a. zu Grenzsteinen, Grabsteinen, Futtertrögen und auch zu Schleifsteinen verarbeitet.

Poröse Sandsteinschichten sind ausgezeichnete Wasserspeicher. Ergiebige Quellen rund um den Tönsberg zeugen davon.