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Totholz

Totholz ist die Basis für neues Leben. Unzählige Organismen zersetzen das Holz und bereiten es für nachfolgende Pflanzen wieder auf. Der eigentliche Zersetzungsprozess beginnt aber schon zu Lebzeiten des Baumes. Während einige Teile noch voller Leben sind, können andere schon absterben. Erste Angriffsflächen für Insekten und Pilze sind Verletzungen der Rinde. Ist ein Bereich erstmal geschädigt, kümmern sich spezialisierte Organismen um die weitere Zersetzung, allen voran die Spechte.

Spechte bereiten auch den Weg für die nächsten Zwischenmieter. Das kann man auch an dieser starken, abgestorbenen Buche und einigen alten Eichen in der Umgebung sehen. Die Bruthöhlen der Spechte können anschließend von Fledermäusen genutzt werden. Auch Vögel wie Hohltaube, Star, Kleiber und Meisen brauchen solche Baumhöhlen. Hinzu kommen Hornissen, Wespen und Wild-Bienen. Je länger der Zersetzungsprozess dauert, desto größer werden die Höhlungen im Totholz, irgendwann finden sogar Waschbären oder Baummarder darin Unterschlupf.

Weitere Bewohner des Totholzes sind Käfer. Rund 1300 Arten leben im und vom Totholz.

Insgesamt dauert die Zersetzung eines Baumes in etwa so lange wie seine Lebensspanne. Der Grund hierfür ist das Lignin, ein organischer Baustoff, der für die Zähigkeit des Holzes verantwortlich ist. Dieses Lignin wird nur von wenigen Organismen abgebaut. Hier kommen Pilze ins Spiel. Ohne ihre Zersetzungstätigkeit wären der Abbau des Holzes und die Rückführung in die Nährstoffkreisläufe des Ökosystems Wald nicht möglich.