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Spechte

Spechte gehören zu den ungewöhnlichsten Vögeln. Sie sind spezialisierte Klettervögel. Hier in der Region sind sie heimisch. Mit zwei nach hinten gerichteten, kräftigen Zehen und verstärkten Schwanzfedern können sie sich auch an glatten Baumstämmen gut festhalten.

Spechte stochern mit einem starken Meisselschnabel in Borke, morschem Holz oder im Boden nach Nahrung. Mit ihrer langen, hornigen Zunge mit Widerhaken ziehen sie die überwiegend aus Insekten und deren Larven bestehende Nahrung anschließend heraus.

Trotz der großen Kraft, die die Spechte beim Trommeln und Zimmern von Nisthöhlen einsetzen, bekommt das Gehirn kaum etwas von den Erschütterungen des Schnabels mit. Zwischen Schnabel und Schädel ist eine Art Stoßdämpfer eingebaut, der das Gehirn schützt.

Das Trommeln der Spechte wird zur Revierabgrenzung und Partnerfindung eingesetzt, ähnlich wie der Gesang anderer Vogelarten. Dabei trommelt jede Spechtart in einem eigenen Rhythmus. Am liebsten auf trockenem Holz. Dort gibt es die besten Resonanzbedingungen und der Schall wird weit durch den Wald getragen. Manchmal kommt es auch zu Fehlleistungen – so hat in Detmold im Jahr 2010 ein Grünspecht zum Ärger der Anwohner eine Straßenlaterne als Resonanzkörper genutzt. Zusätzlich nutzen viele Arten aber auch ihre Stimme.

Als Höhlenbauer sind Spechte Wegbereiter für viele andere Arten, die später die einmal gezimmerten Höhlen als Nistplatz oder Unterschlupf nutzen.