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Problempflanzen

Dort wo der Mensch die Landschaft formt, werden die heimischen Artengemeinschaften verändert. Die heimischen Waldgesellschaften sind recht stabil. Sie hatten lange Zeit sich so zu entwickeln, wie wir sie heute kennen. In der Kulturlandschaft des Menschen treten aber oft Arten auf, die die Lebensgemeinschaften der Kulturlandschaftsbiotope zerstören können. Diese Arten stammen meist aus anderen Teilen der Erde. Sie breiten sich gewollt oder ungewollt selbständig weiter aus. Solche Arten werden Neophyten genannt.

Ein Beispiel, das sie hier an den Externsteinen beobachten können, ist der Japanische Staudenknöterich. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde 1825 als Zier- und Viehfutterpflanze in Europa eingeführt. Seitdem breitet sie sich massiv aus. Weil der Japanische Staudenknöterich robust ist und stark wächst, verdrängt er heimische Pflanzenarten. Natürliche Gegenspieler hat er nicht.

Nicht ganz so weit entfernt ist die Zittergras-Segge heimisch. Sie stammt aus Süddeutschland. Dort wurden ihre langen Blätter als Polster- oder Stopfmaterial oder auch zur Herstellung von Seilen genutzt. Hier in der Region ist sie seit 70 Jahren bekannt. Sie tritt in lichten Wäldern und extensiv genutzten Wiesen als Konkurrenzpflanze auf. Im Extremfall verdrängt sie alle anderen Arten. Auf der vor Ihnen liegenden Wiese ist ein größerer Bestand der Zittergras-Segge zu sehen.

Aber auch eine heimische Pflanze kann zu einer Problempflanze werden, wenn der Mensch eingreift. Der Adlerfarn ist bei uns zu Hause. Normalerweise gehört er in unsere Buchen-Eichenmischwälder. Im Schatten der Bäume breitet sich der Farn nicht so stark aus. Dort wo der Mensch den Wald abgeholzt hat, kann er sich aber massiv ausbreiten und andere Pflanzen verdrängen.