Die GPS-Erlebnisregion ist offizielles Dekade-Projekt
Navigation: Home - Sagenhaftes Lügde - Der Silbersieksteich

Der Silbersieksteich

silbersiek


Im Hummerser und Falkenhagener Gebiet sorgt eine geologische Besonderheit dafür, dass in diesem Bereich Schwefel- und Eisenkies enthalten ist. Vermutlich bauten die Menschen bereits im Mittelalter diesen Kies ab. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde man erneut auf diese Vorkommen aufmerksam und versuchte das Erz abzubauen. Dieser Versuch und auch weitere Versuche Mitte und Ende des damaligen Jahrhunderts blieben jedoch erfolglos. Obwohl eigens ein Bergwerk errichtet wurde, waren sämtliche Steine ohne Erzgehalt und damit unbrauchbar. Viele Jahre später versuchte man erneut sich den vorhandenen Schwefelkies nutzbar zu machen. Dabei wurde 1863 ein Schwefelkiesflöz entdeckt, der von Schwalenberg bis nach Hummersen reichte. Dem damaligen Entdecker wurde zwei Jahre später der Erzabbau genehmigt. daraufhin entstand in Hummersen die Grube „Volkwin“. Ab 1865 begann der Abbau des Schwefelkies, wurde jedoch schon zwei Jahre später aufgrund politischer Unruhen wieder eingestellt. Weitere neue Anläufe in den Folgejahren blieben erfolglos. Da während des 1. Weltkriegs größere Mengen Schwefelsäure für Munition gebraucht wurden, griff man erneut auf die Vorkommen in Hummersen zurück und baute zwei Stollen unweit des Silberbaches. Doch der Abbau war nicht rentabel und wurde schnell wieder eingestellt.

Silber wurde in Hummersen nie gefunden. Heute erinnert der Silbersieksteich an die Zeiten des Hummerser Bergbaus.

Rund um einen mittelalterlichen Bergwerksstollen rankt sich eine Sage, die sich noch heute in Hummersen erzählt wird. Der Sage nach werden die Kinder in Hummersen nicht vom Storch gebracht, sondern die Hebamme holt die Kinder aus dem Klingelborn. Der Eingangsbereich wurde schon vor vielen Jahren durch herabrutschendes Erdreich verschüttet. Durch das Wasser im Stollenhohlraum ergeben sich die „Klingeltöne“, die diesem Ort seinen Namen gaben.