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Fernblick und Schatzsuche

Fernblick am Köterberg (Quelle: Stadt Lügde)


Einst zogen die beiden Brüder Wilhelm und Jacob Grimm durch das Land und sammelten in den Dörfern die Geschichten und Sagen der einfachen Leute. Auf ihrer Reise besuchte das Brüderpaar auch die Ortschaften rund um den Köterberg. So erfuhren Sie von der Sage der beiden Riesen, die sich von Berg zu Berg Hämmer zuwarfen, dem Märchen „Die drei Vögelchen“ und von Schätzen, die tief im Köterberg versteckt liegen. Demnach soll sich im Berg eine mit Gold und Silber gefüllte Schatzkammer befinden, die bisher nur ein einziges Mal geöffnet wurde. Da der Schäfer, der mithilfe einer Springwurzel den Eingang zur Höhle fand, vor lauter Habgier den Schlüssel liegen ließ, ist der Eingang seitdem verschlossen.

Rudolf, genannt Rudi, Brand ist der Hausherr auf dem Köterberg und er erzählt seinen Gästen gerne eine Geschichte. Die Geschichte der Springwurzel, nach den Gebrüdern Grimm:

Ebenso wie die vielen Besucher der Gegenwart, waren die Brüder Grimm vermutlich nicht nur von den Sagen begeistert, sondern auch von der fantastischen Aussicht, die sie 1814 bei ihrem Aufstieg genießen konnten. Mit seinen 496 Metern ist der Köterberg der höchste Berg des Lipper Berglandes. Der Gipfel bietet rundum einen freien Blick ins Weserbergland und den Teutoburger Wald. 62 Ortschaften der Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen liegen in Sichtweite des Gipfels. Die fantastische Fernsicht reicht vom Hermannsdenkmal in Detmold und der Porta Westfalica, bis hin zum Herkules bei Kassel und dem Brocken im Harz.

Im Laufe der Geschichte war der Köterberg wegen seiner exponierten Lage von allen Seiten begehrt. Noch heute treffen sich am Köterberg die Grenzen von zwei Bundesländern (Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen) und von drei Landkreisen (Lippe, Holzminden und Höxter).

Die Grenzlage war es auch, die dem Berg seinen Namen einbrachte. Der Name Köterberg, von den Einheimischen liebevoll `Monte Wauwau´ genannt, wird 1430 erstmals urkundlich erwähnt. Der Anlass war eine Grenzziehung zwischen der Grafschaft Lippe, dem Fürstbistum Paderborn und dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Man vermutete Erzvorkommen in den Tiefen des Köterbergs und wollte sich die Rechte sichern. Grenzberg hieß „Küteberg“, woraus dann Kötterberg und schließlich Köterberg wurde.

Die Brüder Grimm nannten den Köterberg in ihren Deutschen Märchen auch Götzenberg, weil dort die Götter der Heiden angebetet wurden.

Quellen: Otto Grote: Die Geschichte des Dorfes Köterberg • Horst Happe: Der Köterberg – Landschaft und Geschichte • www.koeterberg.de