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Wo der Wind pfeift

Wenn Sie heute einen eher windigen Tag für ihre Wanderung erwischt haben, dann stehen sie hier ganz schön im Wind. Es fühlt sich kälter an, als die momentanen Lufttemperatur tatsächlich ist. Das liegt am so genannten Chilleffekt oder Windchill, was soviel heißt wie Windkühle. Versuchen Sie auf den nächsten 7 km zu entdecken welche kleinen feinen Unterschiede es in ihrer Temperaturwahrnehmung gibt, zum Beispiel wenn sie durch ein kleines windgeschütztes Tal oder an einer Hecke entlang wandern.

Meistens bläst der Wind aus Westen. Warum ist das so? Windsysteme und Meeresströmungen verteilen Wärme und verdunstete Feuchtigkeit über die ganze Erde. Einer der zentralen Prozesse, die für die Windbildung zuständig sind, ist der Aufstieg warmer Luft über dem Äquator und der Fluss in Richtung der Pole. Verbunden mit der Erdrotation entstehen dadurch die so genannten Passatwinde. Sie entstehen etwa in Höhe der Wendekreise. An den Polen läuft der umgekehrte Prozess ab. Kalte Luft sinkt über den Polen ab und drängt nach Süden, bis sie so weit erwärmt ist, dass sie wieder aufsteigt. Zwischen diesen beiden Systemen sitzen wir hier in Mitteleuropa. Wie von zwei Zahnrädern im Norden und Süden angetrieben ist das bei uns vorherrschende Windsystem gegenläufig und verursacht in Bodennähe ausgeprägten Westwind.