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Landwirtschaft nah am Klima

Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft von den Temperatur-und Niederschlagsverhältnissen im Jahresverlauf abhängig. Zwar können die Landwirte mit modernen Methoden auch unter ungünstigeren klimatischen Rahmenbedingungen arbeiten, aber es gilt nach wie vor: ohne entsprechendes Wetter können die Landwirte ihre erhofften Erträge nicht erzielen. Entlang des Eggekamms gibt es überwiegend Grünlandwirtschaft und Milchviehhaltung. Diese Nutzung ist an das lokale Klima angepasst. Oft wird aber auch Ackerbau zur Futterproduktion betrieben.

Die Landwirtschaft ist nicht nur abhängig vom Klima, sie beeinflusst es auch. Sowohl in der Tierhaltung als auch in der Pflanzenerzeugung werden mehr oder weniger viel klimarelevante Gase ausgestoßen. Die Maschinen, die Düngemittelherstellung, die Klimatisierung von Ställen und andere Produktionsprozesse verbrauchen Energie und setzen Kohlendioxid frei. Vier Fünftel des landwirtschaftlichen Methansausstoßes stammen aus den Mägen von Wiederkäuern. Methan gilt ebenfalls als hochwirksames Klimagas. Die Landwirtschaft leistet aber auch wichtige Beiträge zum Klimaschutz. Die baut nachwachsende Rohstoffe an, die fossile Energieträger bei der Strom-und Wärmeerzeugung sowie fossile Kraftstoffe ersetzen. Denken Sie an die gelben Rapsfelder im Frühling. 2008 wurden deutschlandweit schon 17 % der Ackerfläche für die Erzeugung von Energie-und Rohstoffspflanzen genutzt. Aber auch hier gibt es Kritik. Die zunehmende Konkurrenz zur Erzeugung von Lebensmitteln auf den Ackerflächen, erregt Besorgnis, denn die Getreidepreise steigen weltweit.