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Auf der Horst

Der Hügel „Auf der Horst“ erhebt sich wie eine dem Teutoburger Wald vorgelagerte Insel aus dem flachen „Sandmeer“ der Senne. Und tatsächlich handelt es sich bei diesem Hügel in geologischer Hinsicht um einen westlich vorgelagerten Ausläufer des Teutoburger Waldes. Deutlich wird dies an seinem geologischen Aufbau. Die Kuppe besteht wie der westliche Kamm des benachbarten Mittelgebirges aus den bis zu 500 Meter mächtigen Schichten der Oberen Kreide. Diese Ablagerungen wurden vor etwa 100 Millionen Jahren am Grund des einstigen kreidezeitlichen Meeres abgesetzt. Vor etwa 65-70 Millionen Jahren wurden diese waagerechten Meeresablagerungen dann durch tektonische Kräfte emporgehoben und schräg bis senkrecht aufgestellt. Der Gebirgszug des Teutoburger Waldes wurde gebildet.

Doch zurück in die Gegenwart. Links und rechts des Weges sind zahlreiche Unebenheiten und kleine Grubenlöcher zu erkennen. Dies sind bis heute Anzeichen für den früheren Abbau der oberen Tonschichten zur Ziegelherstellung. Die Verarbeitung des gewonnenen Tons erfolgte in der benachbarten ehemaligen Ziegelei „Am Blauen Haus“.

Der Unterschied zwischen den nährstoffarmen, trockenen Sandböden der Senne und den
nährstoffreicheren, feuchteren Standorten des Tonhügels wird besonders in der abweichenden Pflanzenwelt deutlich. Die typischen Kiefernwälder der Senne werden hier abgelöst durch anspruchsvollere Eichen-Buchenwälder mit reichem Unterwuchs. Im Bereich „Auf der Horst“ kommen daher beispielsweise Wald-Sanikel, Aronstab, Salomonsiegel, Schlüsselblume oder das Stattliche Knabenkraut vor, die ansonsten ihren Verbreitungsschwerpunkt im Teutoburger Wald haben.