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Elixier des Lebens

Ohne Wasser kein Leben. Wir stehen hier an der Quelle des in den Karten als Schnakenbach verzeichneten Wasserlaufs. Diese Quelle ist einbezogen in eine fast 2.500 Jahre alte Flucht- und Verteidigungsanlage auf dem nordöstlichen Sporn des Tönsberges.

Wie kommt das Wasser in diese Höhenlage?

Der mittlere Kamm des Teutoburger Waldes besteht weitgehend aus Sandstein, der wie ein Schwamm wirkt. Große Mengen Wasser können hier gespeichert werden. Eine wasserundurchlässige Schicht, der „Grünsand“, der sich im Erdzeitalter der Unterkreide gebildet hat, bewirkt ein konzentriertes Abfließen des Wassers an dieser Stelle. Der Schnakenbach fließt etwa 500 Meter nach Süden und versickert hier in den Sandmassen der Senne. Er erscheint in der Nähe des Bokelfenn wieder an der Oberfläche und fließt Richtung Ems.

Weitere Quellen an der Nordwestflanke des Tönsberges und etliche in den Sandstein getriebene Brunnen versorgten die Bevölkerung der Dorfschaft Oerlinghausen über Jahrhunderte mit dem notwendigen Wasser. An den wahrscheinlich ältesten Brunnenstandort im Siedlungskern erinnert eine Sandsteinfassung nahe der Alexanderkirche.

Das Wasser des Tönsberges und seiner näheren Umgebung trieb auch eine Reihe von Wassermühlen an den umliegenden Wasserläufen an.

Nach einer Dürreperiode und daraus resultierender Wasserknappheit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde eine Brunnenanlage im Schopketal errichtet. Die Häuser erhielten einen Anschluß an ein  Wasserleitungsnetz.

Derzeit wird das Wasser aus dem großen Wasserspeicher der Senne gewonnen.