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Schrotmühle

An diesem Standort wurde 1818 eine ungewöhnliche Mühle mit bemerkenswerter Architektur errichtet. Es handelte sich um eine Mahl- und Schrotmühle in sog. Hüttenbauweise, die der Form eines aufrecht stehenden halbierten Eies ähnelte. Die Mühle wurde von der benachbarten Meierei Oesterholz mit jährlich bis zu 1.000 Scheffeln Korn beliefert, die zu Mehl verarbeitet wurden.

Die Mühle nahm eine kreisrunde Grundfläche von 60 m² ein, bei einer Höhe von rund 8m. Das Wasserrad der Mühle hatte einen Durchmesser von 4,60m und wurde durch den Ablauf der Gräfte um das Jagdschloss angetrieben. Von dem ungewöhnlichen Bauwerk ist nur ein altes Mühlenfundament übrig geblieben, das wir noch heute am Bachufer erkennen können.

Geplant wurde das Bauwerk von dem Landbaumeister, Schriftsteller und Dichter Wilhelm Tappe. Der 1769 in Lüdenscheid geborene Tappe war 7 Jahre lang in Lippe tätig und galt hier als visionärer Baumeister. Er wurde von der damaligen lippischen Landesherrin Fürstin Pauline sehr geschätzt und daher von der Fürstin 1813 von Hagen nach Detmold berufen.