Die GPS-Erlebnisregion ist offizielles Dekade-Projekt
Navigation: Home - Vielfalt am Sennerand - Obstwiese

Obstwiese

Im Vorfeld des Jagdschlosses liegt eine Obstwiese mit alten hochstämmigen Apfelbäumen und neu gepflanzten jungen Obstbäumen. Obstwiesen wie diese umrahmten noch vor rund 50 Jahren als Gürtel viele Siedlungen und Bauernhöfe. Sie waren ein zentraler Teil der bäuerlichen Kulturlandschaft, sorgten für eine harmonische Einbindung der Siedlungen in die freie Landschaft und dienten der Selbstversorgung mit vitaminreichem Obst. Gleichzeitig konnte das Grün unter den Bäumen als Wiese oder Weide genutzt werden.

Obstwiesen sind in den letzten Jahrzehnten deutschlandweit stark zurückgegangen. Gründe hierfür sind u. a. Überalterung, Intensivierung der Landwirtschaft, Siedlungsausdehnungen und die Ausbreitung von niedrigstämmigen Obstplantagen.

Extensiv bewirtschaftete Obstwiesen mit Hochstammbeständen stellen einen vielfältigen und artenreichen Übergangslebensraum zwischen Offenland und Wald dar. Bis zu 3.000 verschiedene Tierarten können in Obstwiesen beobachtet werden. Das große Blütenangebot, der Reichtum an Höhlen und Spalten im Holz der alten Bäume und die Strukturvielfalt bieten vielen Arten Lebensraum. Eine bekannte Charakterart ist unsere kleinste heimische Eulenart, der Steinkauz. Er nutzt die parkähnliche Obstwiesenlandschaft zur Jagd und ist auf Höhlen in alten, knorrigen Obstbäumen als Nistplatz angewiesen.