Die GPS-Erlebnisregion ist offizielles Dekade-Projekt
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BNE Ziele des Projekts

Als Standort des Projekts wurde die Kulisse des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge gewählt. Naturparke bieten insbesondere den Schülerinnen und Schülern (aber auch Anwohnern und Besuchern), vielfältige Lern- und Erfahrungsorte und die Möglichkeit, die heimische Natur und Kulturgeschichte vor der Klassentür zu entdecken. Mit ihren Angeboten für Kinder und Jugendliche engagieren sich die Naturparke für eine „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Exkursionen in den Wald, auf die Wiese oder an den benachbarten Bach können ebenso dazugehören wie das Kennenlernen naturhistorischer Geschichte und Wissensvermittlung aktueller Fragestellung mit Unterstützung technischer Hilfsmittel.

Zu Beginn des Projekts stand die Fragestellung im Raum, wie sich (wieder) Anreize, insbesondere für jüngere Zielgruppen (z.B. Schülerinnen und Schüler) schaffen lassen, sich engagiert mit Fragestellungen und Themen zu beschäftigen, die Grundlagen für ein nachhaltiges Denken und Handeln fördern. Der Naturpark und INTEWO sind der Auffassung, dass Bildung der Schlüssel auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung ist. Hier möchte die GPS-Erlebnisregion in ausgewählten Themenbereichen eben dieses Grundlagenwissen fördern und vermitteln, was zum Verstehen und Lösen globaler Zusammenhänge notwendig ist. So ist es beispielsweise wichtig, zunächst die Grundlagen des Klimas zu verstehen um sich anschließend mit Fragestellungen zum Klimawandel auseinanderzusetzen. Solche und weitere Grundlagen möchte die GPS-Erlebnisregion mit einem breit gefächerten Themenangebot schaffen um interdisziplinäres Wissen und vorausschauendes Denken zu stimulieren. Als konkrete Maßnahmen wurden im Naturpark verschiedene interaktive Erlebnispfade eingerichtet, die sich maßgeblich von herkömmlichen Erlebnispfaden unterscheiden und innovative und technologische Ansätze nutzen.

Die zeitgemäße Vermittlung von Natur- und Umweltinhalten ist ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zu nachhaltigem Lernen und einer zukunftsfähigen Bildung. Im Rahmen dieses bundesweiten Pilotprojektes werden innerhalb der Gebietskulisse des Naturparks Erlebnispfade eingerichtet die sich dem Einsatz neuer Kommunikationsmedien bedienen. Auf den Pfaden erfolgt eine naturverträgliche Besucherführung mit Hilfe des satellitengestützten Orientierungssystemen (GPS) und Bildungsinhalte werden von Smartphones und Tablet-Computern auf „digitalen Infotafeln“ multimedial bereitgestellt. Insbesondere der Einsatz technischer Hilfsmittel, die zurzeit bei jüngeren Zielgruppen das Freizeitverhalten dominieren, ist dabei für die Nutzer motivierend, sich mit klassischen oder auch als „uncool“ geltenden Inhalten zu beschäftigen. Vielmehr werden auf „virtuellen“ Erlebnispfadschildern Informationen multimedial, verständlich und aktuell vermittelt. Interaktive Informationen, beispielsweise begleitet von Sprachausgabe und Video, führen zu einer gesteigerten Bewusstseinsbildung der Zusammenhänge.

Neben dem eigentlichen Ziel, Bildungsinhalte bereitzustellen, ergeben sich jedoch durch das System weitere Vorteile. Die bisherigen, konventionellen Lehr- und Erlebnispfade erweisen sich nach wie vor mit verschiedenen Problemen belastet. Zum einen können sie auf eine Lehrpfadbeschilderung nicht verzichten, die jedoch oftmals als störend für den Natur- und Landschaftsgenuss wahrgenommen wird und diese darüber hinaus häufig dem Vandalismus ausgesetzt ist. Zum anderen ist die Lektüre der Lehrpfadinformationen vielfach mühsam und ein Zusammenhang zwischen abgebildetem Inhalt und der Naturumgebung kaum erkennbar. Neben der satellitengestützten, ohne Wegmarkierungen auskommenden, Orientierung im Gelände, bietet die innovative „unsichtbare Lösung“ die Möglichkeit, auf weitere aufwendige, kostenintensive Installationen in der Landschaft zu verzichten.

Als offizielles Projekt der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ greift die GPS-Erlebnisregion mit ihrer Themenvielfalt sowohl regionale als auch globale Zusammenhänge auf, die wirtschaftliche, ökologische und soziale Kompetenzen vermitteln. Die durch die GPS-Erlebnispfade vermittelten Inhalte schaffen ein solides interdisziplinäres Wissenspektrum, dass vorausschauendes Denken, autonomes Handeln und die Teilnahme an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen erleichtert und gezielt fördert.