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Barkhauser Berg

Vor uns, auf der südwestlichen Seite der bis zu 293 m hohen Barkhauser Berge, öffnet sich ein großer Steinbruch. Hier wurden seit Mitte des 19. Jahrhunderts Kalksteine der Oberen Kreide gebrochen.
Die Barkhauser Berge und der sich in westlicher Richtung anschließende Menkhauser Berg sind ein Teil der südlichen Bergkette des Teutoburger Waldes.

Entstanden sind die vorherrschenden Gesteine in der Oberen Kreide vor mehr als 80 Millionen Jahren. Zu dieser Zeit überflutete ein von Norden vordringendes Meer, das Oberkreide-Meer, unsere Gegend. Die Folgen des in jüngerer Zeit aufgefalteten Teutoburger Waldes lassen sich an den steilen Flanken des Steinbruches gut ablesen.  Das im Meer abgelagerte Material der Oberen Kreide bildet nun steilstehende Schichten. Die älteren kammbildenden Schichten werden als Cenoman-Kalk bezeichnet, Gesteine der Südflanke der Barkhauser Berge werden der erdgeschichtlich jüngeren Turonstufe zugeordnet. Unter dem Sennesand liegen die mehrere hundert Meter mächtigen Gesteinsschichten des jüngsten Zeitabschnitts der Oberen Kreide der Emscher-Mergel (Coniac-Stufe).

Die hier im Steinbruch gebrochenen Kalksteine lieferten die Rohstoffbasis der Kalkindustrie.  Das Material wurde zerkleinert und gereinigt als Schotter bzw. Splitt beim Straßenbau verwendet.

Kalksteine wurden in Schachtöfen auf 900-1200°C erhitzt und zu Branntkalk umgewandelt. Der gebrannte und gemahlene Kalk wird durch Beimischung von Sand und Wasser zu Mörtel. Gebrannter Kalk und Sand sind auch die Vorprodukte der Kalksandsteine die in nächster Umgebung in großem Umfang produziert wurden.

Kalk wird u.a. auch als Düngemittel in der Landwirtschaft, bei der Herstellung von Eisen und Stahl sowie bei der Glasproduktion verwendet.