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Binnendünen

Zu den bemerkenswertesten Landschaftsformen der Senne gehören die das Landschaftsbild prägenden Binnendünen. Im Gegensatz zu den bekannten Küstendünen liegen sie im Landesinnern. Die Senne beherbergt das größte zusammenhängende Binnendünengebiet in Nordrhein-Westfalen.

Die Sennedünen sind schon vor ca. 11.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit aufgeworfen worden. Die bis zu 10 m hohen Dünen des Augustdorfer Dünenfeldes gehören damit zu den ältesten Inland-Dünen Nordwestdeutschlands. Kennzeichnend für die Binnendünen der Senne sind Parabelformen, die zur Hauptwindrichtung nach Westsüdwest geöffnet sind. Entstanden sind die Dünen in der fast vegetationslosen Kältesteppe der ausklingenden Weichsel-Eiszeit vor ca. 11.000 Jahren. Zu dieser Zeit lagen die Sennesande offen und der Wind hatte leichtes Spiel, sie zu Dünen aufzuwerfen. Doch auch nach dieser sog. „Urdünenbildung“ setzten sich die Sanddünen durch die Tätigkeit des Menschen immer wieder in Bewegung. Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert nahmen die Sandverwehungen bedrohliche Züge an. Sie endeten erst mit den systematischen Kiefernaufforstungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Insbesondere unbewaldete und offensandige Dünen stellen heute jedoch einzigartige und schützenswerte Lebensräume dar. Ihnen kommt eine hohe ökologische Bedeutung zu, da es sich um seltene nährstoffarme Sonderstandorte mit eigenem Mikroklima handelt, die von hoch spezialisierten Lebensgemeinschaften besiedelt werden (siehe Station Silbergrasflur).