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Silbergrasflur

Die Silbergrasflur ist die typische Pionier-Pflanzengesellschaft, die sich auf lockeren, offenen Sanden einstellt. Neben den versprengten Horsten des silbrig-grünen Silbergrases findet man hier häufig Sandsegge, Frühlings-Spörgel, Bauernsenf sowie Moose und Flechten. Alle diese Pflanzen müssen mit extremen Standortbedingungen zurechtkommen. Neben der Fähigkeit, Nährstoffarmut, niedrige pH-Werte hohe Temperaturschwankungen und rasche oberflächliche Austrocknung zu ertragen, muss auch eine wiederholte Sandüberwehung überstanden werden.
Aufgrund der Konkurrenzschwäche der Arten der Silbergrasflur kann sich diese Pflanzengemeinschaft nur an „gestörten“ Standorten länger halten. Die wiederkehrende Verletzung der Bodennarbe auf diesem Sandweg trägt somit indirekt zum Erhalt der Silbergrasflur bei. Durch die Störungen wird der Sand kleinflächig bloßgelegt und dadurch das Voranschreiten der natürlichen Sukzession (siehe Station „Sukzession“) verhindert. Das intensiv wurzelnde Silbergras wird durch eine leichte Sandüberwehung sogar gefördert, da die übersandeten Knoten neue Wurzeln ausbilden.

Offene Sandflächen und lückige Silbergrasrasen sind nicht nur für Pflanzen wichtige Rückzugsgebiete; auch viele Tiere sind davon abhängig. Eine typische und auffällig gefärbte Laufkäferart schütter bewachsener Silbergrasfluren ist der Kupferbraune Sandlaufkäfer. Bei Sonne wird der Käfer aktiv, geht auf Nahrungssuche und ist dann gut zu beobachten. Da er nur wenige Meter fliegen kann, ist er leicht durch sein charakteristisches Flugverhalten zu erkennen.