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Kiefernwald

Kiefernwälder prägen die Senne. Sie sind an die Stelle der früher weit verbreiteten Heidevegetation getreten. Aktuell sind etwa 60% der gesamten Senne bewaldet, die Kiefer besitzt davon einen Gesamtanteil von ca. 75 %.

Hier sehen wir einen so genannten Kiefernanflugwald, der durch natürlichen Samenanflug auf einer ehemals offensandigen Heidefläche entstanden ist. Den Kampf der Kiefer mit den freiliegenden Sanden können wir in diesem Bereich noch heute an einigen bizarr gewachsenen „Krüppelkiefern“ am Wegesrand erkennen. Sie verdeutlichen, wie schwer es selbst die sehr anspruchslose Kiefer hatte, mit Trockenheit, Nährstoffarmut und Sandverwehungen fertig zu werden. Nicht ohne Grund wird dieser Bereich des Augustdorfer Dünenfeldes auch in amtlichen Karten als „Sandwehe“ bezeichnet. Diese Sandwehen, die hier seit dem Mittelalter durch menschliche Einflüsse immer wieder ausgelöst wurden, gestalteten das heute sehr abwechslungsreiche wellige Relief in diesem Bereich. Im 18. und 19. Jahrhundert nahmen ihre Ausmaße jedoch für den Menschen teilweise sehr bedrohliche Züge an, da durch Sandverwehungen Äcker und Straßen unbrauchbar wurden. Auch ganze Siedlungen waren in Gefahr. Das nahe gelegene Augustdorf wurde noch im 19. Jahrhundert mehrfach von Wanderdünen bedroht. Die verbreiteten Sandverwehungen wurden im lippischen Teil der Senne erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch systematische Kiefernaufforstungen und das Ende des Heidebauerntums gestoppt.