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Alter Grenzstein

Die Senne stellte für den Menschen lange Zeit eine unwirtliche Randlandschaft dar, die in viele verschiedene Herrschaftsgebiete zerteilt war. Auch mitten durch das Augustdorfer Dünenfeld verlief in früheren Zeiten die ehemalige Grenze zwischen Preußen und dem Fürstentum Lippe. Der alte Grenzstein mit der Jahresgravur 1860 markierte genau an dieser Stelle den Grenzverlauf. Weitere Steine folgen entlang dieser Linie, jeweils im Abstand von einigen hundert Metern. Viele der Steine sind bis in unsere Zeit erhalten geblieben. Noch heute bildet sich an ihrem Verlauf die Gemeindegrenze zwischen Stukenbrock und Augustdorf ab.

Auf den Grenzsteinen sind die Wappen der ehemals am Grenzverlauf beteiligten Territorien dargestellt. „Unser Stein“ mit der Nummer 13c zeigt die Lippische Rose auf der einen Seite, auf der anderen den Preußischen Adler. An anderen Stellen, z.B. in der nördlichen Senne, sind zudem die Wappen der Grafschaften Rietberg und Ravensberg zu sehen.

Nicht alle Steine stammen, wie dieser hier, aus dem Jahr 1860. An manchen Stellen sind noch ältere Exemplare aus dem 17. bis 18. Jahrhundert erhalten geblieben. Sie tragen noch das damalige Wappen des Fürstbistums Paderborn, das im Jahre 1802 an Preußen ging. Zu sehen ist dies etwa an dem südlich folgenden Grenzstein Nr. 14 aus dem Jahr 1656. Er gehört damit zur ältesten „Generation“ der bis heute erhaltenen Grenzsteine. Viele dieser ältesten Steine wurden als Schleifsteine für Sensen missbraucht oder im Laufe der Zeit anderweitig zerstört. Die bei der nötigen Erneuerung im Jahre 1860 errichteten Steine tragen daher nicht mehr das Paderborner Kreuz, sondern bereits den Preußischen Adler.