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Eichen-Birkenhecke

Hecken sind als attraktiver Teil der mitteleuropäischen Kulturlandschaft weit verbreitet. Sie gliedern und beleben das Landschaftsbild und bieten für verschiedene Arten, insbesondere Vögel, einen geeigneten Lebensraum. Hecken sind jedoch nicht allein aus ästhetischen oder ökologischen Überlegungen heraus angelegt worden, sondern hatten viele weitere Vorteile für die Landbewirtschafter. Auf den Sandäckern der Sennebauern war die schützende Wirkung vor Sandstürmen und Sandverwehungen, die ganze Ernten vernichten konnten, besonders wichtig. Die umliegenden Hecken sorgten für eine Verringerung der Windgeschwindigkeiten, so dass die Winderosion, also der Abtrag der nährstoffreichen Oberbodenschicht, vermindert werden konnte. Hecken lieferten zudem Brennholz, welches in der waldarmen Senne sehr knapp war. Sie dienten außerdem als Grenze zwischen Heide- und Ackerland und als Barriere für die halbwild in der Heidelandschaft lebenden Senner Pferde (siehe LINK zu Senner Pferden unten).

Auf verschiedenen Standorten sind von Natur aus unterschiedliche Gehölze am Aufbau der Hecken beteiligt. Auf den Sandböden der Senne ist die typische Heckenform die Eichen-Birkenhecke. Neben den beiden Hauptbaumarten Stieleiche und Hängebirke sind Eberesche, Zitterpappel, Faulbaum und der im Frühjahr leuchtend gelb blühende Besenginster vertreten.
All diesen Gehölzen gemein ist ihre gute Wiederaustriebsfähigkeit, nachdem sie zurück geschnitten oder „auf den Stock gesetzt“ wurden. Da der notwendige Rückschnitt vielfach, so auch an dieser Stelle, heute nicht mehr erfolgt, sind viele Hecken zu Baumhecken oder Baumreihen durchgewachsen. Zudem sind leider in den vergangenen Jahrzehnten viele Hecken gerodet und vernichtet worden, sodass der Schutz der verbliebenen Reste als Teil der historischen Kulturlandschaft sehr wichtig ist.