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Ölbach

An diesem Ort passieren wir die südliche Uferböschung des Ölbachs, der nur wenige hundert Meter östlich entspringt. In der Quellzone der Senne treten am Westrand des Teutoburger Waldes zahllose solcher Bäche aus den Sanden an die Oberfläche. Sie alle gehören zu den parallel verlaufenden Gewässersystemen der Ems und Lippe und fließen direkt oder über den Rhein der Nordsee zu. Insgesamt stellt die Senne eine der fließgewässerreichsten Regionen in Nordrhein-Westfalen dar.

Kennzeichnend für den Oberlauf der Sennebäche sind die kastenförmigen Täler mit ihren steilen Abbruchkanten. Diese Steilwände werden z.B. vom schillernden Eisvogel genutzt, um seine bis zu 1m langen Niströhren anzulegen, die so vor Feinden geschützt sind. Im typischen Tauchsturz von einer Sitzwarte aus erbeutet der scheue Vogel Kleinfische wie Stichlinge und junge Bachforellen. Auch andere Vogelarten, wie Gebirgsstelze und Wasseramsel sind eng an den Lebensraum Bach gebunden. Sie nutzen Verstecke am Bachufer zur Anlage ihrer Nester und machen Jagd auf bachbewohnende Kleintiere. Typische Vertreter der natürlichen Fischfauna sind Groppe und Bachneunauge sowie die Bachforelle. Mit viel Glück kann man abends über der Gewässeroberfläche die Wasserfledermaus bei der Jagd nach Insekten beobachten. Hierzu nutzt sie vor allem die beiden Stauteiche, die der Fischzuchtanlage vorgelagert sind. Die betonierten Fischbecken unterhalb unseres Standortes wurden 1975 zur Forellenzucht angelegt. Die zwei vorgelagerten Stauteiche dienen der Frischwasser-Einspeisung in die Fischbecken.