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Efeu

Im Kleinen Bruch Oesterholz fällt die hohe Dichte von Bäumen mit Efeubewuchs auf. Vor allem die zahlreichen mit Efeu berankten Bäume im unzugänglichen Erlenbruchwald am Haverkampsee sind bemerkenswert. Besonders gut zu studieren sind die zahlreichen mit Efeu bewachsenen Bäume hier am Wegesrand und an der Gräfte des Jagdschlosses. Hier wächst der Efeu teilweise schon in geringer Höhe in seiner charakteristischen Altersform. Im Alterszustand, wenn die Pflanze bis an den höchsten Punkt geklettert ist, bildet die Kletterpflanze keine Ranken mit ihren typischen Haftwurzeln mehr aus, sondern entwickelt aufrecht wachsende Triebe, die auch die Blüten und Früchte hervorbringen. Wir können die Unterschiede zwischen den Klettersprossen mit ihren ahornähnlich drei- bis fünflappigen Blättern und den aufrechten und wurzellosen Alterssprossen mit ihren rundlichen Blättern erkennen.

Weitere ungewöhnliche Eigenschaften des Efeus sind die späte Blüte im Herbst und die unterbrochene Reifezeit der Früchte. Sie beginnt im Herbst und ruht im Winter. Erst im zeitigen Frühjahr reifen die dunklen Beeren völlig aus und werden in dieser nahrungsarmen Zeit von vielen Vogelarten gerne angenommen.

Aufgrund seiner immergrünen Belaubung bevorzugt Efeu wintermild–luftfeuchte und relativ frostarme Lagen. Hier kann er mittels Haftwurzeln bis 20 m hoch ranken und mehrere hundert Jahre alt werden.