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Steinbruch

Der Steinbruch von Schwaney eröffnet einen Einblick in die geologische Vergangenheit der Paderborner Hochfläche, als vor ca. 80 – 100 Mio. Jahren das Land vom Kreidemeer bedeckt war und dabei die verschiedenen Schichten an Kalk und Mergel abgelagert wurden.

Steinbrüche, in denen Natursteine für Bauzwecke gewonnen werden können, ermöglichen einen Einblick in die erdgeschichtliche Abfolge und Entstehung der Gesteine. Die Kalksteine der Paderborner Hochfläche gehören zu den kreidezeitlichen Ablagerungen eines Flachmeeres, das am Ende des Mesozoikums noch große Teile Norddeutschlands bedeckte. Die obersten und jüngsten Kalkformationen der Hochfläche werden von den Turon- und Cenoman-Schichten gebildet. Dies sind graue bis hellgraue, relativ dünn gebankte Kalke mit häufig zwischengelagerten grauen Kalkmergeln. Ihre Schichtung ist häufig gestört durch Vertikalbrüche und Spaltensysteme, die z.T. auch die Lösungserscheinungen – dem  Karst – erkennen lassen. Entsprechend ihrer Ablagerung unter marinen Bedingungen enthalten diese Kalke zahlreiche Fossilien, darunter vor allem Foraminiferen, Schnecken, Seeigel, Muscheln und Belemniten. Sie finden sich ebenfalls in den bruchsteinreichen Feldfluren und Baugruben.