Die GPS-Erlebnisregion ist offizielles Dekade-Projekt
Navigation: Home - Moor in Bad Meinberg - Meile – Graf

Meile – Graf

Der Landesherr Graf Simon August zur Lippe und der Begründer des Kurbetriebes Dr. Trampel waren die Förderer des Kurparks. Die Entstehung des historischen Kurparks geht auf eine 1767 gefertigte Planskizze zurück, die aus der Hand des Oberförsters Feige stammt. Nachdem 1768 über der Quelle das erste Brunnenhaus auf einem achteckigen Grundriss entstand, begann man mit der planmäßigen Anlage eines „Brunnenplatzes”. Mit dem Brunnenhaus als Mittelpunkt, wurde eine quadratische Fläche von 250 x 250 m abgemessen und sternförmig durch ein System aus kreuzförmigen Alleen und diagonalen Heckenwegen gegliedert. Die Kreuzalleen bepflanzte man mit Linden und Rosskastanien, die diagonalen Wege und die äußere Einfassung des gesamten Platzes mit Hainbuchenhecken. Aus dem fürstlichen Schlossgarten in Brake stammten zwölf Skulpturen, die an den Eckpunkten der Heckenwege und um das Brunnenhaus herum aufgestellt waren. Die Werre, die das Gelände in vielen Krümmungen durchfloss, wurde begradigt. Als Verlängerung der kreuzförmigen Alleen führte nach Westen eine weitere Allee durch das Dorf.

Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde in Bad Meinberg über eine Erweiterung der Parkanlagen nachgedacht. Die drei vorhandenen – der historische, der Seekurpark und der Bergkurgarten – reichten aufgrund der enorm ansteigenden Kurgastzahlen nicht mehr aus. Der Landesforstmeister Dr. Arnold Splettstößer hatte den Gedanken, einen für Deutschland ganz neuartigen Kurpark zu schaffen, einen Länderwaldpark, geordnet nach unterschiedlichen Landschaften der Erde. Die Bäume wurden in einer weitläufigen Grünlandschaft angepflanzt. Dr. Splettstößers Ziel war es, möglichst viele fremde Gehölze in diesem Park zusammenzutragen, um die Verträglichkeit und die Vitalität der verschiedenen Arten in unserer Region nachzuweisen. Diese Welt der Bäume erreichen Sie über den Seekurpark.