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Moor

Der „Gräfliche Park “ Bad Driburg ist bekannt für den Einsatz heilender Moorbäder und -packungen. Der hierfür verwendete dunkle Badetorf ist ein kohlenstoffreiches Gemisch aus zersetzten Pflanzenteilen und ist voller Mineralstoffe, organischer Säuren und Pflanzenhormone. Die in den historischen Badehäusern angewendeten 42 bis 45°C warmen Moorpackungen und –bäder lindern rheumatische Beschwerden und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Kaltmoorpackungen eignen sich zur Heilung von von Nervenentzündungen oder zur Linderung von Schwellungen. Mit Beginn des Driburger Kurbetriebes am Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Badetorf erst im Satzer Moor gewonnen, einem sumpfigen Niedermoor in der Nähe des Dorfes Herste zwischen Bad Driburg und Brakel. Das Satzer Moor konnte den Torfbedarf allerdings nicht lange decken: Bis heute wird in Bad Driburg daher Torf aus Hochmooren bei Hille im Kreis Minden-Lübbecke eingesetzt. Nach der medizinischen Anwendung wurde der Torf aus Hille in den alten Torfstichen des Satzer Moores zwischengelagert und konnte nach einigen Jahren Regenerationszeit wieder als Heilmittel verwendet werden. Im Jahre 1988 wurde das Satzer Moor allerdings als Torflager aufgegeben und 2003 aufgrund seiner artenreichen Flora und Fauna als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Heute haben die Moorbecken im Gräflichen Park die Funktion als Torflager, in welchem der verwendete Torf gelagert und für die umfangreichen Mooranwendungen wieder aufbereitet wird.