Die GPS-Erlebnisregion ist offizielles Dekade-Projekt
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Geologie am Tönsberg

Geologie am Tönsberg

Startpunkt: Ecke “Hauptstraße”/”Tönsbergstraße” in Oerlinghausen
Streckenlänge: 9,5 km

Routenbeschreibung: Der GPS-Pfad rund um den Oerlinghauser Tönsberg gibt uns einen Einblick in die Geologie des Teutoburger Waldes und die daraus resultierende menschliche Nutzung. An der auf dem Tönsberg gelegenen Quelle des Schnakenbaches erkennen wir, wie die wasserspeichernden Sandsteinformationen des Gebirges Quellen und Wasserläufe entstehen ließen und damit menschliche Besiedlung – darunter auch die  2.500 Jahre alte Verteidigungsanlage auf dem Tönsberg – erst ermöglichten. Die Suche des Menschen nach einem weiteren Rohstoff war weniger erfolgreich: Ein verschütteter Kohlestollen aus dem 16. Jahrhundert ist das Zeugnis der vergeblichen Suche nach förderbaren Vorkommen von Steinkohle. Diese ist hier zwar zu finden, allerdings in so geringen Mengen, dass ihr Abbau nicht lohnen würde. Unterhalb des Kammweges treffen wir auf einen aufgegebenen Steinbruch, der uns einen direkten Einblick in die Erdgeschichte gewährt: Unser Blick fällt auf die steil aufgefalteten Schichten des Osning-Sandsteins. Die Abdrücke von Muscheln erinnern daran, dass es sich dabei um fossilen Meeresboden aus der Unterkreide handelt. Ein weiterer Rohstoff des Tönsberges ist der Ölschiefer, der hier einst abgebaut und dann zermahlen und zu Leuchtöl (Petroleum) verarbeitet wurde. Ein Rohstoff, der noch heute in Oerlinghausen abgebaut wird, ist Sand: Die Eiszeiten hinterließen hier bis zu 30 Meter mächtige Sandmassen. Der letzte Punkt des GPS-Pfades ist der Steinbruch am Barkhauser Berg. Während wir am Tönsberg auf Sandstein trafen, haben wir es hier mit Kalkstein der Oberkreide zu tun, welcher unter anderem für Schotter und Splitt beim Straßenbau verwendet wurde – ein weiteres Beispiel dafür, wie menschliches Wirtschaften direkt von der Geologie einer Region beeinflusst wird.