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Waldwelten der Erlesenen Natur

Waldwelten der Erlesenen Natur

Startpunkt: Wanderparkplatz Iburg
Streckenlänge: 5,5 km

Routenbeschreibung: Der GPS-Pfad Waldwelten führt uns durch einen für den Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge typischen Rotbuchenwald. Da die Rotbuche nur in Europa mit Schwerpunkt Mitteleuropa vorkommt, besitzt unsere Region eine besondere Verantwortung für den Schutz dieses Lebensraumes. An der „Schönen Aussicht“ bietet sich uns ein idyllischer Ausblick über die Waldlandschaften der Egge und den Driburger Talkessel. In diesen Wäldern wurden vor Jahrhunderten Glashütten gegründet, deren Öfen mit den reichen Holzvorräten vor Ort betrieben wurden. Wenn die Holzvorräte erschöpft waren, zog man weiter. Die verwüsteten Wälder wurden meist als Weideland genutzt, so dass sich auf den Bergkämmen nährstoffarme Hochheiden bildeten, die erst seit dem 19. Jahrhundert wieder aufgeforstet wurden. Wir wandern weiter und können noch einen kleinen Abstecher zum Klusenberg machen, wo wir auf einen Erdfall treffen. Ein Erdfall, auch Doline genannt, ist eine trichterförmige Vertiefung im Boden, die dadurch entsteht, dass ein durch versickerndes Wasser aus dem Kalkgestein gespülter Hohlraum unter dem Druck überlagernder Schichten einstürzt. Am Kaiser-Karls-Turm haben wir später wieder die Gelegenheit, einen beeindruckenden Ausblick in die Umgebung zu genießen. Ein Höhepunkt der Wanderung sind die Ruinen der Iburg, welche im 8. Jahrhundert als von Wällen umgebene sächsische Fliehburg gegründet wurde. In karolingischer Zeit wurde die Burg erstmals mit Steinmauern umgeben. Endgültig zerstört und verlassen wurde die Iburg im Jahre 1444. Ihr Name leitet sich vermutlich von der Eibe ab, welche neben dem Wacholder die einzige im Eggegebirge ursprünglich beheimatete Nadelbaumart ist. Von hier aus geht es durch die Buchenwälder, deren Böden im Frühjahr dicht von den Blüten des Lerchensporns, des Windröschens und des Bärlauchs bedeckt sind, zurück zum Ausgangspunkt.